Am 11. Juli sind es 5 Jahre her, dass Karadzic und Mladic des Völkermordes angeklagt sind. Auf Grund ihrer Verbindungen in Bosnien konnten sie sich offensichtlich ihrer Festnahme bisher entziehen. Über ihre Aufenthaltsorte gibt es nur Gerüchte.
Quelle: islam.de/152.php
Der einstige unumschränkte Serbenführer Karadzic (56), Psychiater und
Hobbydichter, lenkte Anfang der 90-er Jahre einen blutigen
Eroberungsfeldzug durch Bosnien. Erst durch den Friedensvertrag von
Dayton zur Beendigung des Bosnien-Krieges im Jahr 1995 wurde er zum
Rücktritt gezwungen. Ungeachtet der Ausschreibung zur Fahndung durch
das UN-Tribunal dirigierte Karadzic aus seiner Festung bei Pale in
Sarajevo weiter sein Finanzimperium. So verdiente er unter anderem mit
am Wiederaufbau des Landes.
Sein Armeechef Ratko Mladic (58) erhielt den Beinamen «Schlächter des
Balkans». Er erwarb sich 1991 zweifelhaften Ruhm beim Ausbau der bald
wieder zerfallenen Serbenrepublik Krajina in Kroatien. Er machte schnell
steile militärische Karriere bei den bosnischen Serben. Nach zahlreichen
Offensiven in Bosnien gewann er unter seinen Anhängern den Ruf,
unbesiegbar zu sein.
Für die Weltgemeinschaft sind diese Name indessen mit dem Grauen und Schrecken an die Muslime, z.b. in der Muslim-Enklave Srebenica verbunden, oder aber auch die Massenvergewaltigung an bosnischer Frauen und Massenverteibung der kroatischen und bosnisch-muslimischen Bevölkerung.