Jetzt sollen die 3300 SFOR-Soldaten der USA die beiden jagen – Fünf Millionen Dollar setzen die USA für die Ergreifung der serbischen Massenmörder aus
Quelle: islam.de/261.php
Sarajewo – Amerikas Außenministerium ließ soeben neue Suchplakate in Bosniens Hauptstadt Sarajewo aufhängen: Dr. Radovan Karadzic, Psychiater, und General Ratko Mladic werden vom UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag für den Massenmord an 6000 bis 7500 moslemischen Männern verantwortlich gemacht. Fünf Millionen Dollar setzen die USA für die Ergreifung der serbischen Massenmörder aus. Der frühere Präsident der Serben in Bosnien und sein Militärchef werden seit November 1995 gesucht, als sie der Bosnien-Friede von Dayton entmachtet hatte. Im Juli 1995 in Srebrenica ließen Karadzic und Mladic alle Zwölf- bis 77-Jährigen von ihren Frauen und Familien trennen und dann umbringen. Seit 1991/92 waren sie vom in Den Haag unter Anklage stehenden Serben-Machthaber Milosevic mit der “ethnischen Säuberung” in Bosnien betraut: der Vertreibung – oder Ermordung – aller Moslems und Kroaten, um Platz für die “Serbisierung” zu machen.
Bisher ging die NATO-Friedenstruppe für Bosnien (SFOR) gegen beschuldigte Kriegsverbrecher zögerlich vor, um Proteste Moskaus zu vermeiden, das auch Soldaten zur Schutztruppe entsendet hat. Seit Längerem lautete deshalb eine harte Kritik der moslemischen Eliten, die Moslem-Mörder Karadzic und Mladic würden wohl “geschont”. Doch jetzt sollen die 3300 SFOR-Soldaten der USA die beiden jagen. Russland steht voll hinter der Anti-Terror-Allianz gegen bin Laden, und in der moslemischen Welt lassen sich damit Punkte sammeln. Lange Zeit liefen die beiden Verbrecher frei herum. Karadzic beispielsweise tauchte noch vor fünf Jahren auch bei den Vereinten Nationen in Genf auf, ohne dass die Polizei zupackte. Mladic wurde bei Fußballspielen in Belgrad auf der Zuschauerbank gesehen. Nun fahnden Amerikas 3300 SFOR-Friedenssoldaten nach den beiden, die inzwischen an unbekannten Orten versteckt sind. Londons BBC-Sender nennt sie neuerdings die – neben dem El-Kaida-Terroristenchef Bin Laden – “weltweit meist gesuchten Verbrecher”. Hinter der Aktion steht nicht nur das Mühen um Gerechtigkeit: Den islamistisch-fundamentalistischen Gegnern der internationalen Anti-Terroror-Allianz wird das Argument genommen, “gegen Moslem-Mörder” tue der Westen sowieso nichts.